Neue Inhalte und Themen für Praxisanleiter

Die Fortbildungen fördern zugleich die Auseinandersetzung mit dem Rollenverständnis von Praxisanleitung und befähigen die Teilnehmenden praktische Anleitung innovativ mitzugestalten.

Der Gesetzgeber fordert von weitergebildeten Praxisanleitungen, dass Sie berufspädagogische Fortbildungen in einem Umfang von mindestens 24 Stunden pro Jahr absolvieren (§4, Abs. 3 PflAPrV). Die ZfG wird diesem Fortbildungsbedarf durch verschiedene ganztägige Fortbildungen gerecht. In den Fortbildungen setzen sich die Teilnehmenden mit verschiedenen berufspädagogischen Themen auseinander und wenden diese praxisnah und exemplarisch an. Die Module sind unabhängig voneinander und können in einer beliebigen Reihenfolge und Anzahl absolviert werden.

In diesem Modul lernen Sie die Kompetenzorientierung des neuen Pflegeberufegesetzes als Grundlage zur Praxisanleitung kennen. Sie setzen sich mit einem vertiefenden Kompetenzmodell zur individuellen Entwicklung der beruflichen Handlungskompetenz der Auszubildenden auseinander.

Sie lernen unterschiedlich strukturierte Lernimpulse bzw. Lernaufgaben kennen, mit denen die individuelle Kompetenzentwicklung von Auszubildenden gefördert wird. Entsprechend der Kompetenzvorgaben des Pflegeberufgesetzes entwickeln Sie exemplarisch in der Fortbildung kompetenzorientierte Lernimpulse bzw. Lernaufgaben für unterschiedliche Einsatzbereiche der praktischen Ausbildung.

Durch den umfassenden Kompetenzbereich der generalistischen pflegeberuflichen Gesetzgebung „Pflegeprozesse und Pflegediagnostik in akuten und dauerhaften Pflegesituationen verantwortlich planen, organisieren, gestalten, durchführen, steuern und evaluieren“ wird der Pflegeprozess zur handlungsleitenden Basis von Anleitungssituationen.

In diesem Modul durchlaufen Sie die Phasen des Pflegeprozesses. Sie setzen sich mit den aktuellen pflegewissenschaftlichen Instrumenten wie Pflegeassessment, Pflegediagnosen (NANDA-I-Klassifikation), Pflegezielen entsprechend der NOC Klassifikationen und NIC Pflegeinterventionen auseinander. Sie reflektieren die Sinnhaftigkeit des Pflegeprozesses für die Anleitung von Auszubildenden in der pflegerischen Praxis.

In diesem Modul setzen Sie sich mit typischen Gesprächssituationen der Praxisanleitung und den damit verbundenen Konzepten der Berufspädagogik (z. B. Lernstandsdiagnostik), der Kommunikation und Interaktion (z. B. Gesprächsführung bei Kritikgesprächen), sowie den Rollenerwartungen und 
-belastungen als Praxisanleitende in Anleitungs- und Prüfungssituationen reflexiv auseinander.

Sie reflektieren Ihr eigenes Rollenverständnis sowie eigene Deutungs- und Handlungsmuster. Die Anwendung erfolgt in diesem Modul gezielt in ausgewählten typischen Gesprächssituationen zur Förderung der persönlichen Kommunikationskompetenz und Entwicklung einer professionellen Haltung als Praxisanleitung.

In diesem Modul lernen Sie innovative Anleitungskonzepte (z. B. Cognitive Apprenticeship) und digitale Lernmedien kennen, die dem Verständnis einer zunehmenden Kompetenzentwicklung im Ausbildungsverlauf gerecht werden.

Sie setzen sich mit möglichen Anleitungsszenarien außerhalb des Versorgungsalltags (z. B. Simulationslernen) oder neuen Arrangements innerhalb des Versorgungsalltags (z. B. Abteilungsübergreifende Gruppenanleitungen) und deren Potentialen auseinander. Die Umsetzung erfolgt skizziert anhand von konkreten möglichen Lernimpulsen bzw. Lernaufgaben.

Bewertungen anderer Menschen finden nahezu ständig statt. Meist geschehen sie unbewusst und auf der Grundlage eigener, subjektiver Werte und Vorstellungen. Erst die Auseinandersetzung mit den eigenen Werten und der Erarbeitung objektiver Kriterien erlaubt eine berufsbezogene, objektive und gerechte Beurteilung der Leistungen im beruflichen Kontext.

In diesem Modul geht es um eine wertebezogene Auseinandersetzung mit Beurteilungsmaßstäben, sach- und fachbezogene Kriterien für eine Leistungsbeurteilung im Rahmen der Praxisanleitung und Anlässe und Formen von Bewertungen.

Wer eine Anleitungsfunktion übernimmt, beginnt damit kein neues Leben, er bleibt Teil desselben Systems und möchte auch weiterhin in Zusammenarbeit mit den Kollegen/innen eine optimale Versorgung der Patienten und Bewohner gewährleisten. Neben der alltäglichen Stationsarbeit sind sie zuständig für Planung und Durchführung der Praxisanleitung Praxisanleitungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsgewinnung, sie arbeiten mit Auszubildenden aus unterschiedlichen Generationen und anderen Kulturen.

Dieses Seminar hat das Ziel, die Anforderungen an die Position des Praxisanleiters/der Praxisanleiterin und die Bedeutung struktureller Rahmenbedingungen zu reflektieren, und sich mit den unterschiedlichen Erwartungen auseinanderzusetzten und Lösungsansätze zu erarbeiten. Sie erfahren, wie Sie in kritischen Situationen souverän agieren sowie Instrumente zur zielorientierten Gesprächsführung effektiv nutzen können.

Als Praxisanleitung treffen Sie immer wieder auf Auszubildende, denen manchmal ihr Ruf voraneilt oder Sie hören Aussagen wie „Sag Du es ihm/ihr, es ist DEIN(E) Schüler/in“. Ihr Ziel ist es, neue Mitarbeitende für das Arbeitsfeld der Pflege praktisch zu qualifizieren, doch wie, wenn der bzw. die Lernende eine Herausforderung im sozialen als auch im fachlichen Miteinander ist?

Sie erwerben Wissen über verschiedene Grundausprägungen von Schülerpersönlichkeiten und können Sie Anleitungs- und Alltagssituationen zielgerichtet vorgehen. Das Wissen um aktuelle Ergebnisse der Hirnforschung lässt Sie Anleitungssituationen noch erfolgreicher gestalten.

Sie kennen Ihren Auszubildenden, doch nicht Ihren Examenskandidaten! Was ist los, Sie erkennen den Schüler kaum wieder, seine Hände zittern, ihm steht der Schweiß auf der Stirn und desto näher die praktische Prüfung kommt, desto mehr (Flüchtigkeits)-Fehler macht dieser. Prüfungsangst reicht von Lampenfieber bis zum Blackout.  Welche Möglichkeiten haben Sie als Praxisanleitung? Wie können Sie den Schüler nicht nur fachlich, sondern auch mental auf den Tag X vorbereiten?

In dem Seminar probieren Sie alle Selbstmanagementtechniken aus.  Alle Techniken sind leicht anzuwenden und z.T. mit Unterstützung des Mobiltelefons anwendbar, so dass diese bei Auszubildenden eine hohe Akzeptanz erfahren.

Bitte beachten Sie, dass es sich hier um eine 2-Tagesveranstaltung in Kooperation mit der ESE Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung (ESE) e.V. handelt:

Der Alltag in der Pflege und Praxisanleitung ist geprägt von kultureller Vielfalt: Die Zahl der Patient*innen oder Pflegebedürftigen mit Migrationsvorgeschichte nimmt zu und in den Teams sowie in der Ausbildung arbeiten immer öfter Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammen. Unterschiedliche Konzepte von Krankheit und Heilung und/oder unterschiedliche Vorstellungen von zum Beispiel Geschlechterrollen, Kommunikation und Status treffen dabei aufeinander und führen oft zu interkulturellen Missverständnissen, die die Arbeit erschweren.

Interkulturelle Kompetenz unterstützt dabei, Missverständnisse im interkulturellen Kontext zu vermeiden bzw. zu lösen. Doch was versteht man unter Interkultureller Kompetenz? Wo können Missverständnisse entstehen? Und wie kann ich in diesen Situationen reagieren, um meine Arbeit zu erleichtern?  

Die Teilnehmenden an dem Workshop beschäftigen sich mit den Aspekten von Interkultureller Kompetenz. Sie analysieren die Ursachen von Missverständnissen und erarbeiten Handlungsstrategien für ihren Berufsalltag und für die Tätigkeit als Praxisanleiter*innen.

1. Tag - Grundlagenmodul

08.00 - 08.30 Uhr    Begrüßung

08.30 – 09.00 Uhr    Eine interkulturelle Begegnung

09.00 – 09.30 Uhr    Das Eigene und das Fremde

09.30 - 10.00 Uhr     Pause

10.00 – 10.30 Uhr    Wo kommst du denn her? - Ist das schon Rassismus?

10.30 – 11.30 Uhr    Ursachen für interkulturelle Missverständnisse

11.30 - 12.00 Uhr    Pause

12.00 – 12.30 Uhr    Kulturelle Wahrnehmung oder was ist Kultur?

12.30 – 13.30 Uhr    Wie würden Sie reagieren? Analyse von Situationsbeispielen

13.30 - 13.45 Uhr    Pause

13.45 – 14.45 Uhr    Interkulturelle Kommunikation

14.45 - 15.15 Uhr    Abschluss

 

2. Tag - Vertiefungsmodul

08.00 - 09.30 Uhr    Arbeiten im multikulturellen Team

09.30 - 10.00 Uhr    Pause

10.00 - 11.30 Uhr    Konfliktlösungsstrategien im kulturellen Vergleich

11.30 - 12.00 Uhr    Pause

12.00 – 12.30 Uhr    Was ist interkulturelle Öffnung?

12.30 - 13.30 Uhr    Grenzen der interkulturellen Verständigung

13.30 - 13.45 Uhr    Pause

13.45 – 14.15 Uhr    Der „Kulturschock“

14.15 – 14.45 Uhr    Interkulturell kompetent?

14.45 - 15.15 Uhr    Abschluss

In der praktischen Ausbildung sollen die Auszubildenden nach den Rahmenausbildungsplänen schrittweise an die vielfältigen Herausforderungen der Pflegepraxis herangeführt werden. Worin bestehen konkret diese Anforderungen, was bedeutet - umgangssprachlich - leicht oder schwer?

In dieser Fortbildungsveranstaltung werden sechs Ansatzpunkte für eine Komplexitätssteigerung im Verlauf der Ausbildung vorgestellt und mit den Kompetenzbeschreibungen der Rahmenausbildungspläne verknüpft. Übungen ermöglichen die Anwendung in den Praxisfeldern, um Ausbildungsplanung und die Formulierung von Lernaufgaben individuell und Setting bezogen zu planen und umzusetzen.

Die Teilnehmer erhalten ein Zertifikat über die Teilnahme.

Voraussetzung zur Teilnahme an der Fortbildung ist eine abgeschlossene Weiterbildung „Praxisanleitung in Gesundheits- und Sozialberufen“.

Die Fortbildungskosten betragen 125 Euro inkl. Lehrgangsmaterialien, Prüfungs- und Zertifikatsgebühren.

2022: jeweils 8 Stunden

  • Di. 22.02.2022, 08.00 - 15.15 Uhr, Modul 5: Von der sozialen Wahrnehmung zur gerechten Beurteilung – AUSGEBUCHT
  • Mi. 23.02.2022, 08.00 - 15.15 Uhr, Modul 6: „Zwischen den Stühlen“ – Rollenkonflikte als Praxisanleitung, Kollegin und Pflegefachkraft – AUSGEBUCHT
  • Di. 26.04.2022, 08:00 - 15:15 Uhr, Modul 7: Wanderpokal „Schüler“! - Umgang mit schwierigen Persönlichkeiten und Anleitungssituationen – AUSGEBUCHT
  • Mi. 27.04.2022, 08.00 - 15.15 Uhr, Modul 8: Wenn die Prüfungsangst das Examen ins Wanken bringt! - Was Sie als Praxisanleitung tun können, wenn die Prüfungsangst für Handlungsblockaden sorgt – AUSGEBUCHT
  • Di. 03.05.2022, 08.00 - 15.15 Uhr, Modul 5: Von der sozialen Wahrnehmung zur gerechten Beurteilung – AUSGEBUCHT
  • Mi. 04.05.2022, 08.00 - 15.15 Uhr, Modul 6: „Zwischen den Stühlen“ – Rollenkonflikte als Praxisanleitung, Kollegin und Pflegefachkraft – AUSGEBUCHT
  • Do. 09.06.2022, 08:00 - 15:15 Uhr, Modul 2: Pflegeprozesshaft anleiten
  • Di. 21.06.2022, 08:00 - 15:15 Uhr, Modul 7: Wanderpokal „Schüler“! - Umgang mit schwierigen Persönlichkeiten und Anleitungssituationen
  • Mi. 22.06.2022, 08.00 - 15.15 Uhr, Modul 8: Wenn die Prüfungsangst das Examen ins Wanken bringt! - Was Sie als Praxisanleitung tun können, wenn die Prüfungsangst für Handlungsblockaden sorgt.
  • Mi. 10.08.2022, 08:00 - 15:15 Uhr, Modul 7: Wanderpokal „Schüler“! - Umgang mit schwierigen Persönlichkeiten und Anleitungssituationen
  • Do. 11.08.2022, 08.00 - 15.15 Uhr, Modul 8: Wenn die Prüfungsangst das Examen ins Wanken bringt! - Was Sie als Praxisanleitung tun können, wenn die Prüfungsangst für Handlungsblockaden sorgt
  • Di./Mi. 23.-24.08.2022, 08:00 - 15:15 Uhr, Modul 9: Mit kultureller Vielfalt professionell umgehen
  • Do. 08.09.2022, 08:00 - 15:15 Uhr, Modul 2: Pflegeprozesshaft anleiten
  • Mo./Di. 26.-27.09.2022, 08:00 - 15:15 Uhr, Modul 9: Mit kultureller Vielfalt professionell umgehen
  • Mi. 12.10.2022, 08:00 - 15:15 Uhr, Modul 7: Wanderpokal „Schüler“! - Umgang mit schwierigen Persönlichkeiten und Anleitungssituationen
  • Fr. 14.10.2022, 08.00 - 15.15 Uhr, Modul 8: Wenn die Prüfungsangst das Examen ins Wanken bringt! - Was Sie als Praxisanleitung tun können, wenn die Prüfungsangst für Handlungsblockaden sorgt.
  • Do. 20.10.2022, 08:00 - 15:15 Uhr, Modul 10: „Von der Probezeit zur Abschlussprüfung“ Kompetenzanforderungen und Komplexität im Verlauf der Praxiseinsätze steigern
  • Mi./Do. 02.-03.11.2022, 08:00 - 15:15 Uhr, Modul 9: Mit kultureller Vielfalt professionell umgehen
  • Mi. 23.11.2022, 08:00 - 15:15 Uhr, Modul 5: Von der sozialen Wahrnehmung zur gerechten Beurteilung
  • Do. 01.12.2022, 08:00 - 15:15 Uhr, Modul 7: Wanderpokal „Schüler“! - Umgang mit schwierigen Persönlichkeiten und Anleitungssituationen
  • Fr. 02.12.2022, 08.00 - 15.15 Uhr, Modul 8: Wenn die Prüfungsangst das Examen ins Wanken bringt! - Was Sie als Praxisanleitung tun können, wenn die Prüfungsangst für Handlungsblockaden sorgt.
  • Mi. 07.12.2022, 08:00 - 15:15 Uhr, Modul 6: "Zwischen den Stühlen" – Rollenkonflikte als Praxisanleitung, Kollegin und Pflegefachkraft
  • Do. 08.12.2022, 08:00 - 15:15 Uhr, Modul 10: „Von der Probezeit zur Abschlussprüfung“ Kompetenzanforderungen und Komplexität im Verlauf der Praxiseinsätze steigern
  • Di./Mi. 13.-14.08.2022, 08:00 - 15:15 Uhr, Modul 9: Mit kultureller Vielfalt professionell umgehen
  • Di./Mi. 07.-08.02.2023, 08:00 - 15:15 Uhr, Modul 9: Mit kultureller Vielfalt professionell umgehen
  • Mi./Do. 08.-09.03.2023, 08:00 - 15:15 Uhr, Modul 9: Mit kultureller Vielfalt professionell umgehen

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Modul 2

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Modul 8

Modul 9

Modul 10

 

 


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